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Start Was passiert im Kreis? Stellungnahme Bebauungsplan Tannenbergstr.

Stellungnahme Bebauungsplan Tannenbergstr.

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Bergisch Gladbach setzt anscheinend ausschließlich auf Strassenbau und Umweltzerstörung, hier die Stellungnahme eines Mitgliedes der Rheinisch Bergischen Kreisgruppe des BUND:

 

                                                                                    Bergisch Gladbach, den 16.10.2009

An die Stadt Bergisch Gladbach

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Sehr geehrte Damen und Herren,

im Zuge der Offenlage des Bebauungsplans 2433 Tannenbergstraße möchte ich hiermit Einspruch erheben.

Nach umfangreichem Studium des Plans und der zugrundeliegenden Gutachten bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es unter dem Vorwand eines Ersatzbahnübergangs eigentlich darum geht, Tatsachen für ein ganz anderes Thema zu schaffen, nämlich die Umleitung des Verkehrs von der Hauptstrasse über die Kalkstrasse .

 

Ein Kreisbauwerk ist für die reine Bahnunterführung nicht nötig und belastet die Steuerzahler unnötig. Das eigentliche Vorhaben wird sogar explizit als 2. und 3. Ausbaustufe genannt, jedoch in der Begründung (gemäß § 3 Abs. 2 BauGB) betont, dass noch keine Planungsgrundlagen dafür vorhanden sind. Die Weiterführung des Verkehrs wäre in einem separaten Bebauungsplan erst zu prüfen

 

Damit werden dem Bebauungsplan unzulässige Vorraussetzungen zugrunde gelegt. Insbesondere ist bei einer Anbindung der Mühlheimer Straße natürlich ein ganz anderes Verkehrsaufkommen zu erwarten. In der dritten Ausbaustufe ist sogar mit der Anziehung zusätzlichen Verkehrs als Schleichweg zur A4 zu rechnen.

 

Der sogenannte alte Bahndamm wird täglich als vom Land bezuschusste Güterzugstrecke genutzt, entlang verläuft zudem der offizielle, zum lokalen Netz der Stadt gehörige beschilderte Radweg. Dies sind Nutzungen einer modernen Verkehrsplanung, überall im Land werden neue Radwege ausgebaut und Güteverkehr auf die Schiene verlagert, nur in Bergisch Gladbach droht Zerstörung durch Straßenbau. Eine neun Meter tiefe Unterführung ist zusammen mit vermehrter Abgasbelastung vollkommen indiskutabel für Fußgänger und Radfahrer. Das Fehlen von Radwegen am Driescher Kreisel ist ein mahnendes Beispiel für die nicht mehr zeitgemäße Stadtplanung.

 

Mein Vorschlag ist also die Beibehaltung des jetzigen beschrankten Bahnübergangs. Der Stadtbahnverkehr in Köln zeigt am Beispiel der Linie 3 und 18, dass sogar zweiseitiger Fünfminutentakt möglich ist. Falls die Deutsche Bahn AG wirklich nach umfangreicher rechtlicher Prüfung nicht ausnahmsweise verpflichtet werden kann, den Übergang weiter zu betreiben, würde ich eine kostengünstige und attraktive Fahrrad- und Fußgängerbrücke an gleicher Stelle vorschlagen. Der aktuelle Autoverkehr ist gering und könnte östlich durch den Tunnel an der Gohrsmühle und westlich durch die Unterführung Buchholzstraße aufgefangen werden, die jeweils nur ca. 300 m Luftlinie entfernt liegen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Martin Kleikamp

 

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