BUND-Kreisgruppe Rheinisch-Bergischer Kreis
Jetzt spenden Mitglied werden

Der Mensch vergißt schnell, die Natur nicht

08. September 2026 | Atomkraft, Kreisgruppe Rheinisch-Bergischer-Kreis

Atomkraft ist sicher - sicher?

Vierzig Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind ihre Folgen noch immer sichtbar. Die Ausstellung „Trügerische Landschaft“, die vom 3. bis 13. September 2026 im Zanders-Areal in Bergisch Gladbach gezeigt wird, setzt sich künstlerisch mit den Auswirkungen der Katastrophe auf Menschen und Natur auseinander. Dabei stellt sie zugleich hochaktuelle Fragen nach unserem Umgang mit nuklearen Risiken, Energiekrisen und den Folgen von Kriegen.

Aus Sicht des BUND zeigt Tschernobyl besonders deutlich: Atomkraft ist mit Risiken verbunden, deren Folgen weit über die eigentliche Betriebszeit eines Kraftwerks hinausreichen. Schwere Unfälle können große Gebiete radioaktiv kontaminieren. Hinzu kommen Risiken durch Naturkatastrophen, technische oder menschliche Fehler sowie mögliche Angriffe auf Atomanlagen. Auch der Uranabbau verursacht erhebliche Umwelt- und Gesundheitsschäden.

Vor allem aber hinterlässt die Nutzung der Atomenergie ein Problem für kommende Generationen: hochradioaktiven Atommüll. In Deutschland sind rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktive Abfälle angefallen. Ein dauerhaftes Endlager gibt es bislang nicht. Der Müll muss über sehr lange Zeiträume sicher von Mensch und Umwelt abgeschirmt werden.

Auch Nordrhein-Westfalen ist trotz des deutschen Atomausstiegs weiterhin mit der Atomindustrie verbunden. In Gronau wird Uran angereichert, zudem beschäftigen die geplanten beziehungsweise laufenden Transporte radioaktiver Abfälle von Jülich nach Ahaus den BUND NRW. Der Verband fordert sichere Zwischenlagerung statt unnötiger Atomtransporte sowie einen vollständigen Ausstieg aus der Atomindustrie.

Die Ausstellung „Trügerische Landschaft“ erinnert damit nicht nur an Tschernobyl. Sie verweist auf eine Verantwortung, die bis in unsere Gegenwart reicht. Für den BUND ist klar: Eine nachhaltige Energieversorgung muss auf Energieeinsparung, Effizienz und erneuerbaren Energien beruhen – nicht auf einer Technologie, deren Risiken und Hinterlassenschaften noch Generationen beschäftigen werden.

Zur Übersicht