Unsere Helfer:innen ernten Kirschen in Oberschbach.
(Foto: Olga Votovych)
"Dieses Jahr war ein gutes Kirscherntejahr", sagt Baumpflegespezialist Michael Müller. Seit drei Jahren organisiert er die Kirschernte in den von uns gepflegten Obstwiesen und lädt alle ein, denen der Naturschutz am Herzen liegt. Denn selbst zu ernten ist nicht nur ein Vergnügen und sorgt für leckere Marmelade im Winter, es ist auch ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz.
Regionale Ernte wird in Zeiten des Klimawandels immer bedeutender. Und der diesjährige Kirschenertrag hat einmal mehr gezeigt, wie lecker und umweltfreundlich lokales Obst sein kann - direkt vom Baum auf den Tisch. "Dieses Jahr haben wir Kirschen für den Eigenbedarf geerntet", erzählt Michael Müller. "Das ist wichtig, denn wenn wir sie kaufen würden, wären es oft Früchte, die von weit her kommen und einen langen Weg in unsere Supermärkte gemacht haben. Das ist natürlich total klimaunfreundlich."
Das Projekt zur Ernte in den Obstwiesen wird vom BUND RBK gemeinsam mit unseren Kolleg:innen vom Ernährungsrat Bergisches Land im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit dem Schwerpunkt Umweltbildung/Ernährungsbildung und Regionalvermarktung umgesetzt.
Das ist für den Naturschutz wichtig, denn Kirschbäume leisten ebenso wie Apfel- und Birnbäume einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt. Die Ernte fördert gleichzeitig das Bewusstsein der Menschen für den Wert dieser Obstwiesen und motiviert sie, diese zu schätzen und zu pflegen. Auch für die Umweltbildung ist das Projekt essentiell, besonders für Kindern, denen wir die Natur näherbringen können. Als wir an einem Tag in Obereschbach ernteten, waren auch Kinder aus der lokalen Schule zu Besuch. Sie waren begeistert, weil sie miterleben konnten, wie die Ernte funktioniert, und natürlich die Kirschen direkt vom Baum probierten. Und wie bekannt, so schmecken Kirschen einfach am besten. Auch für uns war es eine Freude, die jungen Gäste zu begleiten, da wir ihnen helfen konnten, etwas Neues zu entdecken und ein Stück Natur näherzubringen.
Mit Leitern und Eimern statt Supermarktwagen haben rund 15 Helfer:innen mehrere Wochen lang saftige und reife Kirschen geerntet. Das Ergebnis: Dutzende Kilogramm köstlicher Früchte und viele schöne Erinnerungen an den Sommer, die man im Winter bei einer Tasse Tee oder Pfannkuchen mit Marmelade genießen kann. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr noch mehr Helfer:innen begrüßen dürfen!
Text: Olga Voitovych