Das Team bei der steinigen Arbeit
(Foto: Gerlinde Neurohr)
Ein graues Schotterbeet wird zur grünen Oase: In der Carl-Leverkus-Straße in Wermelskirchen hat die Umgestaltung einer bislang steinigen Fläche begonnen. Wo sich im Sommer die Hitze staut, soll künftig ein blühender Staudengarten für Abkühlung und mehr Artenvielfalt sorgen.
Die Carl-Leverkus-Straße zählt zu den Hitzehotspots in Wermelskirchen. Täglich passieren zahlreiche Menschen diesen Bereich, der sich an heißen Sommertagen besonders stark aufheizt. Schotterflächen verstärken diesen Effekt: Die Steine speichern Wärme, während die kühlende Verdunstung durch Pflanzen fehlt. Dadurch heizen sich solche Orte schneller auf und kühlen nur langsam wieder ab.
Das soll sich nun ändern. Mit der Entsiegelung und anschließenden Bepflanzung des Schotterbeets entsteht ein Staudengarten, der nicht nur das Stadtbild verschönert, sondern auch zur Verbesserung des Mikroklimas beiträgt.
Geplant ist eine vielfältige Bepflanzung mit überwiegend heimischen, trockenheits- und hitzeverträglichen Stauden. Sie sollen künftig Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung und Lebensraum bieten. So verbindet das Projekt Klimaanpassung mit einem wichtigen Beitrag zum Artenschutz.
Bis sich die Fläche in einen blühenden Staudengarten verwandelt, braucht es etwas Geduld. In den kommenden Monaten und Jahren werden die Pflanzen wachsen und sich ausbreiten. So entsteht nach und nach ein grüner Stadtraum, der die Aufenthaltsqualität verbessert und zugleich wertvollen Lebensraum für Insekten schafft. Aus einer bislang wenig lebendigen Schotterfläche wird damit ein Stück Stadtnatur, von dem Mensch und Tier gleichermaßen profitieren.
Text und Fotos: Gerlinde Neurohr